Welchen Weg gehen Ihre Solution Manager Daten?

Wenn Sie wissen, welche Daten Sie künftig noch brauchen, geht es um die Grundsatzentscheidung: Bleiben die Daten zurück, oder nehmen Sie sie mit?

Häufig gestellte Fragen

Gezielte Datenübernahme bedeutet, dass nicht pauschal alle SolMan Daten migriert, archiviert oder im Altsystem belassen werden.

Stattdessen wird geprüft, welche Daten nach dem Wartungsende noch gebraucht werden. Manche Informationen müssen lesbar und nachvollziehbar erhalten bleiben. Andere sollen in neuen ALM Prozessen weiter genutzt werden. Wieder andere haben künftig keinen relevanten Nutzen mehr und müssen nicht übernommen werden.

Eine vollständige Übernahme kann unnötigen Aufwand, größere Datenmengen und mehr Komplexität erzeugen. Nicht jede historische Information wird nach dem Wartungsende weiterhin gebraucht.

Sinnvoller ist es, den Datenbestand gezielt zu betrachten: Welche Daten haben noch fachlichen, rechtlichen oder operativen Nutzen? Nur daraus lässt sich ableiten, welche Informationen erhalten, weiter genutzt oder bewusst zurückgelassen werden sollten.

Erhalten bleiben sollten vor allem Daten, die später für Nachweise, Audit, Compliance, Revision, Datenschutz oder interne Prüfungen gebraucht werden.

Dazu können abgeschlossene Vorgänge, Freigaben, Dokumentationen, Anhänge, Historien, Kommentare, Zeitstempel und ältere Tickets oder Changes gehören. Wichtig ist, dass diese Informationen später nicht nur vorhanden, sondern auch auffindbar, lesbar und im richtigen Zusammenhang nachvollziehbar sind.

Daten sollten weiter genutzt werden, wenn sie nach dem Wartungsende noch für laufende oder neue Prozesse relevant sind.

Das betrifft zum Beispiel ITSM Daten, Tickets, ChaRM Informationen, Change und Release Prozesse oder Dokumentationen, die in Jira, ServiceNow oder einem anderen ALM Tool weitergeführt, bearbeitet oder ausgewertet werden sollen.

Bewusst zurückgelassen werden können Daten, die nach dem Wartungsende keinen relevanten fachlichen, rechtlichen oder operativen Nutzen mehr haben.

Dazu können veraltete Informationen, doppelte Inhalte oder Daten gehören, die in anderen Systemen bereits vollständig vorhanden sind. Wichtig ist, diese Entscheidung bewusst zu treffen, damit keine relevanten Anhänge, Historien oder Nachweise verloren gehen.

Gezielte Datenübernahme ist besonders sinnvoll, wenn der SAP Solution Manager über Jahre gewachsen ist und viele ITSM, ChaRM oder SolDoc Daten enthält.

Sie ist außerdem relevant, wenn Tickets, Changes, Anhänge oder Historien später nachvollziehbar bleiben müssen, Nachweise für Prüfungen wichtig sind oder ausgewählte Daten in einem neuen ALM Tool weiter genutzt werden sollen.

Beteiligt sein sollten nicht nur technische Rollen. Sinnvoll ist eine gemeinsame Betrachtung durch SAP ALM Team, SAP Basis oder IT, Compliance, Revision, Datenschutz und betroffene Fachbereiche.

Das SAP ALM Team kennt die Inhalte und Vorgänge. SAP Basis und IT bewerten technische Abhängigkeiten und Zielsysteme. Compliance und Fachbereiche klären, welche Informationen später nachweisbar oder fachlich nutzbar bleiben müssen.

Vor der Umsetzung sollte klar sein, welche Datenbereiche betroffen sind, welche Informationen später noch gebraucht werden und welche Zielsysteme relevant sind.

Außerdem sollte festgelegt werden, wer die fachliche, technische und prüfungsrelevante Bewertung mitträgt. So entsteht ein klarerer Umfang, bevor Daten archiviert, migriert oder bewusst nicht übernommen werden.

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